MIT MUSKELN GEGEN DEPRESSION

Leichter lernen mit Sport

Ob Mäuse im Rad oder wir auf dem Laufband rennen:  Bei jedem Training wird in unseren Gehirnen ein wichtiger Stoff produziert (BDNF), der Nervenzellen wachsen lässt und für neue Verbindungen im Netzwerk der Neuronen sorgt. Das lässt uns besser lernen, besser erinnern, schneller und querer denken. Nach nur 3 Monaten aerobem Training nimmt das Volumen des Hippocampus (hier ist z.B. das Gedächtnis angesiedelt) um 16% zu. Nicht schlecht, oder? Lange war nicht klar, wer dieses BDNF ankickt, bis 2106 ein Stoff entdeckt wurde, der genau das kann. Und dieser Stoff – Cathepsin B genannt – kommt nicht etwa aus dem Kopf, nein, Cathepsin B, wie er genannt wurde, ist ein Myokin, ein Signal aus den Muskeln. Eigentlich sollten wir uns ja nicht wirklich wundern, schliesslich ist die Entwicklung unseres heutigen Gehirns ganz eng mit der Entwicklung des aufrechten Ganges verbunden. Nicht nur konnten wir plötzlich viel weiter sehen, wir hatten auch auf einmal die Hände frei, um Werkzeuge zu benutzen und die Welt um uns herum zu «begreifen».  Und so wird Tja, fast ein bisschen schade, dass wir heute keine Hand mehr frei haben, um uns weiter zu entwickeln: In der einen das Handy, in der anderen das Vuitton-Täschchen….

 

Und was passiert nun bei der Depression?

Alles beginnt mit Tryptophan: Diese Aminosäure ist nicht nur die Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin, sondern auch für das Schlafhormon Melatonin. Wir wissen heute, dass Stress – egal welcher Ursache – für unseren Körper nichts Anderes als eine Entzündung ist. Unter stressigen Bedingungen werden also Entzündungssignale ausgesendet, die die Verarbeitung von Tryptophan in eine falsche Richtung lenken. Stellen Sie sich also vor, Blofeld – der fiese Gegenspieler von 007 – erscheint und stellt die Weiche auf dem Tryptophan-Förderband um. Statt sich in das gute Serotonin zu verwandeln, wird aus dem guten Tryptophan das niederträchtig Kynurenin. Statt gute Laune und tiefen Schlaf zu verbreiten, schädigt es nun Nervenzellen und stiftet mit Enzündungen im Gehirn Depressionen. Nicht nur geht das mutierte Tryptophan Nervenzellen an den Kragen, es wird ja gleichzeitig auch noch weniger Serotonin produziert, in der Folge weniger Melatonin und schon geht es uns gar nicht mehr gut.

Jetzt kommt – Gottseidank – James Bond ins Spiel, und zwar in Gestalt aktiver, Krafttraining-gewohnter Muskelzellen. Und wie immer rettet unser Held eine aussichtslose Situation auf geniale Weise. Den vorbeiziehenden Kynurenin-Bösewichten wird in trainierten Muskeln der Zutritts-Chip zum Gehirn entzogen, die Blut-Hirn-Schranke öffnet sich nicht und die Attacke der kostbaren Neuronen verhindert. Und ja, dies kann man klinisch messen und findet in fortschrittlichen Kliniken als Teil einer antidepressiven Therapie schon statt.

 

Bequem zum besten Toning

Haben Sie schon richtig Lust auf starke Muskeln bekommen, aber können die Saugwirkung Ihres Sofas nicht überwinden? Machen Sie es sich einfach und kommen Sie zum EMS Training. Einmal die Woche. Nur 20 Minuten. Sie müssen nur den Anzug anziehen, alles andere passiert von selbst. Und den Effekt sehen Sie ganz schnell: Vor dem Spiegel und an Ihrer guten Laune.