Im fernen Königreich Kaffa (im heutigen Äthiopien) sollen einst Ziegen von einem Strauch mit dunkelgrünen Blättern und kirschroten Früchten gegessen und den Hirten mit ihrem Herumspringen die ganze Nachtruhe gestohlen haben. Als dies Mönche vom nahegelegenen Kloster erfuhren, kosteten sie ebenfalls von den Früchten und konnten nun – so besagt die Legende – die ganze Nacht hindurch beten und meditieren.

Wie genau nun tatsächlich die anregende Wirkung des Kaffees entdeckt wurde, wird wohl immer im Dunkel der Geschichte bleiben. Fest steht jedoch, dass in Äthiopien Kaffee schon seit dem 9. Jahrhundert auf ganz besondere Weise aufgebrüht wird: Geröstete Kaffeebohnen werden mit dem Mörser zerstampft, mit Zucker und heissem Wasser  in der Kabana, einem bauchigen Krug aufgekocht und in kleinen Schalen serviert.

Qahwa, das ursprüngliche arabische Wort, wanderte mit den Kaffeebohnen über Sklavenhändler nach Europa ein, wurde im vornehmen Versailles zu café, zu coffee oder Kaffee und ist seither ein fester Bestandteil unserer Kultur.

Ach übrigens: Auch Johann Wolfgang von Goethe trug ein Stück zur Geschichte des Kaffees bei. Er schlug vor, das Getränk durch Destillation noch anregender zu machen und führte damit zur Entdeckung des Koffeins.

Duftender Denkhelfer: Der Duft von frischem Kaffee bringt unser Gehirn auf Touren – und lässt uns sogar Mathematikaufgaben leichter lösen. Das belegt nun ein Experiment mit Wirtschaftsstudenten. Diese schnitten in einem Algebra-Test signifikant besser ab, wenn sie in einem Raum mit Kaffeeduft saßen. Wie das geht? Placebo, meinen die Wissenschaftler: Offenbar reicht schon die Erwartung an den Wachmacher Effekt von Kaffee für die positive Wirkung aus. Na, umso besser.

Koffein – neben Chlorogensäure – der wichtigste Superfood-Bestandteil des Kaffees,  macht es so richtig bunt im Kopf. Minutenschnell und praktisch ungefiltert schafft der Zauberstoff den Weg in unser Oberstübchen, kickt die Durchblutung des Gehirns an und macht selbst aus der ausgepowertsten Partyleiche wieder einen funktionsfähigen Menschen. Koffein besetzt Stressrezeptoren, macht uns wach und aufmerksam(MedlinePlus), fokussierter und schneller. Sogar gegen Depressionen hilft das bitterschwarze Gebräu: Eine zehnjährige Studie unter 50.739 US-amerikanischen Frauen (mittleres Alter 63 Jahre) untersuchte den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Depressionsrisiko. Die zu Studienbeginn nicht-depressiven Frauen zeigten bei höherem Kaffeekonsum ein niedriges Risiko, eine Depression zu entwickeln.[93]

Kleiner Tipp für alle Nespresso Fans: Probieren Sie die Schweizer Marke mycaps Kaffeekapseln. Die 100% biologisch abbaubaren Kapseln aus nachwachsenden Rohstoffen enthalten reinen feinen Bio-Kaffee in unterschiedlichen Sorten. Superfood mit gutem Gewissen!

Quellen

Journal of Environmental Psychology, 2018; doi: 10.1016/j.jenvp.2018.04.001

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffee#Inhaltsstoffe_von_Kaffee

https://www.welt.de/gesundheit/article1891271/Warum-Kaffee-das-Gehirn-schuetzt.html

https://www.sciencedaily.com/releases/2020/03/200305135050.htm