PFEFFERMINZE

pfefferminze

Pfefferminze: Erste Hilfe bei Migräne

 

Als sich der griechische Gott der Unterwelt die schöne Nymphe Minthe schnappen wollte, verwandelte seine eifersüchtige Ehefrau Persephone sie in eine duftende Pflanze - die Minze. Der minzige Duft und pfefferartige Geschmack beruht auf einem hohen Gehalt an Menthol, das auch die Heilwirkung der Pfefferminze bestimmt. Pfefferminzöl kann bei Reizdarm-Syndrom eingesetzt werden, es wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, inhaliert gegen Schnupfen und Kopfschmerzen, auf der Haut kühlend.

Spannend:

2010 wurde in einer weiteren Crossover Studie die Wirksamkeit einer 10-prozentigen Menthol-Lösung bei Migräne untersucht (Borhani Haghighi et al., 2010). Dabei waren 38,3 Prozent der mit Menthol-Lösung behandelten Patienten nach zwei Stunden schmerzfrei und selbst die Begleitsymptome bei Migräne (Licht-, Geräuschempfindlichkeit und Übelkeit) gingen wesentlich stärker zurück als bei der Plazebo-Gruppe.

Örtlich aufgetragen, erweist sich Pfefferminzöl hilfreich bei Herpes (vor allem zu Beginn), reduziert die Verbreitung der Herpes-Viren und beschleunigt die Abheilung.

Verantwortlich für die medizinische Wirkung der Minze ist ihr Öl, das Menthol. Es hilft bei Spannungskopfschmerzen ebenso gut wie Paracetamol - das haben Studien gezeigt. Bei lokaler Anwendung von Pfefferminzöl auf der Haut werden, selbst in geringen Mengen, Kälte- und Druckrezeptoren erregt, in hohen Konzentrationen auch Wärme- und Schmerzrezeptoren. Menthol bewirkt eine Änderung der Zellmembran mit einer vermehrten elektrischen Aktivität.

Hohe Konzentrationen von Menthol entfalten eine lokal anästhesierende Wirkung. Pfefferminzöl kann außerdem die Wirkungen der Schmerz-Nerven-Botenstoffe Serotonin und Substanz-P hemmen. Beide Substanzen spielen bei der Entstehung von Kopfschmerzen eine entscheidende Rolle.

Antiseptische und schleimlösende Eigenschaften 

Durch seine antiseptischen und schleimlösenden Eigenschaften ist Minzöl hilfreich bei Schnupfen, Erkältung und Grippe. Anstatt Nasentropfen einfach einige Tropfen Minzöl unter die Nase tupfen. Allerdings ist das für empfindliche Haut nicht zu empfehlen und das Öl sollte keinesfalls an die Schleimhäute gelangen.

 Pfefferminze hilft bei Magen- und Darmbeschwerden

Auch innerlich kann Pfefferminzöl angewendet werden - vor allem bei Verdauungsproblemen, zum Beispiel beim Reizdarm.

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